Über Blockchain hinaus: Hashgraph im Gesundheitswesen

Die Liste der Startups, die Blockchain-basierte Dienste und Produkte für das Gesundheitswesen anbieten, wird immer länger. Dabei sind die meisten noch im Stadium der Entwicklung oder der ersten Pilotprojekte. Blockchain ist also noch kein etabliertes Werkzeug im Arsenal der ITler im Gesundheitswesen – und schon gar kein alter Hut.

Trotzdem gibt es bereits die ersten, die bei der Technologie über den Tellerrand von Blockchain hinausblicken. Intiva Health stellen eine Lösung zur eindeutigen Identifizierung und Akkreditierung von ÄrztInnen und anderen Gesundheitsberuflern vor, die auf einer Weiterentwicklung von Blockchain beruht: Dem Hashgraph.

Hashgraph ist möglicherweise eine Lösung für das Problem der Skalierbarkeit: Blockchain-Implementationen werden langsam und ineffizient, sobald sie viele Transaktionen verarbeiten müssen, denn die Blöcke der Blockchain können immer nur hintereinander gehängt und bestätigt werden. Beim Hashgraph dagegen spaltet sich die Kette in einen Baum auf. Die vielen Äste des Baums stehen untereinander durch sogenannten „Gossip“ (engl.: Klatsch und Tratsch) in Verbindung – jedes Mal, wenn in einem Ast eine Transaktion bestätigt wurde, teilt er dies zwei zufällig ausgewählten anderen Ästen mit.

(Mehr über Skalierbarkeit und andere potenzielle Nachteile der Blockchain lesen Sie hier auf unseren Seiten.)

Intiva Health nutzen diese Technologie für ihr Produkt ReadyDoc – eine Datenbank, die die Identitäten, Approbationen und andere Dokumente und Zertifikate von ÄrztInnen verwaltet und sie papierlos zur Verfügung stellt, und zwar nach Angaben des Unternehmens 50.000 mal schneller, als es eine vergleichbare Implementation auf der Blockchain wäre.

Mehr dazu bald auf unserer Seite Startups: Patientendaten.

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